Projekt UWR24 – BROADCASTING UWR

Das Projekt UWR24 ist entstanden um die Sportart Unterwasserugby einem größeren Kreis von Zuschauern zugänglich zu machen. Die Macher des Projekt UWR24 sind Jens Westphal und Winfried Zühlke.

Normalerweise ist die Sportart Unterwasserrugby für den Zuschauer eher uninteressant, da der größte Teil des Geschehens unter Wasser stattfindet. Deshalb kamen wir auf die Idee, unter Wasser Videokameras einzusetzen. „An Land“ könnte man das Spiel dann auf einem Bildschirm verfolgen. Schnell wurden es vier UW-Kameras und mehrere Fernseher.

Nun waren aber die Zuschauerplätze begrenzt und die „zu Hause gebliebenen“ hatten nix davon.

Also musste noch mehr Technik her. „Internet-Broadcasting“ hieß das Zauberwort. Damit erreicht man jeden Computer mit Internetzugang auf der ganzen Welt.

Wieso eigentlich auf der ganzen Welt ? - Natürlich, der erste internationale Wettkampf im Unterwasserrugby mit Liveübertragung ist der
Champions Cup aus Berlin, dessen Ausrichter wir sind.

„Gesendet“ wird seit 1998 jedes Jahr und wir haben Zuschauer auf der ganzen Welt. Ist ja auch verständlich. Die teilnehmenden Mannschaften sind international.

Zuerst „sendeten“ wir über den üblichen DSL-Zugang. Leider ist nicht in jedem Schwimmbad DSL vorhanden. Wir suchten nach Alternativen und entschieden uns für UMTS. Mit UMTS sind wir unabhängig von der Telekom und deren Leitungen.

Für die Codierung und Bereitstellung des Live-Ereignisses haben wir den Real-Player und den Real-Producer gewählt. Der Real-Player ist weit verbreitet.

Natürlich gehört zum Projekt auch die Betreuung der Internetseiten des Champions Cups.


Langstreckenmeisterschaft
Ganz neue Wege geht das Projekt UWR24 mit der Liveübertragung der Deutschen Langstreckenmeisterschaft im Finswimming (Flossenschwimmen).

Das Ziel ist gleich: Broadcasting des Events im Internet. Jedoch sind die Rahmenbedigungen ganz anders als beim Unterwasserrugby.

Die Langstreckenmeisterschaft wird im Freien ausgetragen und das Ereignis findet auf einem viel größeren Areal statt.

Unterwasserkameras sind nicht erforderlich. Jedoch sind viel mehr Kameras nötig um das Ereignis richtig in Szene zu setzten.

Ideal sind Kameras, die auf Booten die Schwimmer begleiten.

Insgesamt hatten wir sieben Kameras im Einsatz. Eine „drahtlose“ Kamera als Begleitung auf dem Wasser kam nur am Samstag zum Einsatz, da die Funkstrecke nicht zufriedenstellend arbeitete. Von den Kameras waren 4 fest installierte Kameras und 3 mobile, kabelgebundene Kameras.

An Land waren es dann doch 1800 Meter Videokabel und anderer Kabel die wir legen mussten.

Die Regie ist das Ziel aller Videokabel. Dort mischen wir die Bilder der einzelnen Kameras. Für jede Kamera ist deshalb ein Kontrollmonitor vorhanden.

Texteinblendungen und aktuelle Zeit der Schwimmer auf dem Bildschirm gehören dazu.

Hierfür wurde eigens ein spezielles Videomischpult mit Texteinblendung entwickelt.

Von der Regie geht das Videosignal dann über UMTS an die Zuschauer an den PCs und an die Bildschirme im Clubhaus des DUC Berlin e.V.

Wir hatten Internet-Zuschauer aus Berlin, Regensburg, Rostock, München, Munster, Leipzig, Trier, Düsseldorf, Solingen, Hamburg, Dresden, Köln, Marburg, Hennef, Falls Church (Virginia USA), Dortmund, Magdeburg, Oberursel, Amsterdam (Holland), Potsdam, Duisburg, Wolfach, Mannheim, Malsch, Bochum, Erfurt, Kamen und Essen.

Insgesamt wurde die Veranstaltungswebseite am Wettkampfwochenende 1451 mal aufgerufen. Davon 275 „Besuchern“ mehrmals.

Insgesamt waren mit der Liveübertragung fünf Personen ständig beschäftigt. Dazu gehörten die Kameraleute und die Regiemitarbeiter.
 

Berlin 17.6.2008